Dackel FAQ

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Fragen & Antworten zum Dackel, das müssen Sie wissen

Teckel - Dackel - Dachshund

Gibt es seit

ca. dem 12. Jahrhundert

besonderes Kennzeichen

3 Grössen - 3 Haartypen - viele Farben

Lieblingsbeschäftigungen

rumschnüffeln - Katzen peilen - jagen - schmusen - spielen - dabei sein

Teckel, Dackel, Dachshund oder gar Dackelhund?

Bis auf die letzte (Familieninterne) Version, handelt es sich um den gleichen Hund, den es seit dem Mittelalter gibt. Teckel (so nennt ihn der Jäger) gibt es in 3 Grössen (Kaninchen, Zwerg, Standard) mit jeweils 3 unterschiedlichen Haartypen (Kurzhaar, Rauhhaar, Langhaar) und diversen Farben.

Ein Dackel ist doch gar kein richtiger Hund meint so mancher. Wer dieses behauptet, hat noch nie mit Teckeln zu tun gehabt und beschränkt seine Sichtweite auf die reine Körpergrösse, vielleicht glaubt er auch „Kleinwüchsige sind doch gar keine richtigen Menschen“. Tja, wer so denkt... Ich hatte es jedenfalls schon mit Hunden unterschiedlichster Rassen zu tun, vom Flummi-Foxterrier zum ultra-schmusigen American Staff. Alle hatten ihre eigenen Wesenszüge, jedoch stachen die Dackel durch ihren ansteckenden Frohsinn, ihren Draufgängertum, ihre  Anhänglichkeit  und zeitgleiche Unabhängigkeit heraus. Die kleinen Wuseler haben einfach mehr Persönlichkeit und wissen sich sehr gut durch Blicke, Haltung und Ton auszudrücken, herumkommandieren können sie hervorragend. Doggen Doggen sind dagegen schön gross (“sehr viel” Hund) aber m.E. reichlich unkommunikativ (aus eigener Erfahrung), wenn auch wunderschön und edel. Ich finde sie toll anzuschauen, würde mich jedoch mit ihnen langweilen.

Der Teckel ist der Troll unter den Hunden, er hat einen ganz besonderen Charme und Witz, kann seine Menschen meisterhaft um die Rutenspitze wickeln, mischt den Haushalt gründlich auf (stöhn), sagt Frauchen oder Herrchen auch mal ganz ehrlich die Meinung und lässt sich immer was einfallen, um Lacher zu erzeugen. Ihm wirklich böse zu sein, wenn er (mal wieder) was angestellt hat, fällt schwer. 

Dackelbesitzer wissen es, einmal Dackel... immer Dackel, denn man kann auch ohne leben, aber es wäre sinnlos! Es gibt bekanntlich nur eines, was schöner als ein Teckel ist... 2, 3 oder mehr Teckel!

Die genaueste Vorstellung von der Machtlosigkeit des Menschen  haben sicherlich Gott und der Dackel.

Ist der Teckel ein Hund für mich?
Der Teckel ist zwar klein, macht jedoch genauso viel Arbeit, bzw. mitunter mehr, als ein grosser ruhigerer Vierbeiner, da er sehr lebendig und lebensfroh ist. Er ist einfacher mitzunehmen (sofern Sie ihn gut erzogen haben), es handelt sich jedoch keinesfalls um einen “Handtaschenhund”.

Setzen Sie sich mit folgenden Fragen auseinander, diese helfen Ihnen herauszufinden, ob der Dackel “Ihr” Hund sein kann und natürlich stehe ich Ihnen gerne zur Seite, um Neuankömmlingen in der Teckelwelt bei der Entscheidungsfindung zu helfen:

Weshalb soll es gerade ein Teckel werden?
Falls Sie denken, dass der Hund ein kleines Packmass hat und deshalb weniger Platz in Anspruch nimmt, weniger Auslauf braucht und weniger Futterkosten verursacht, haben Sie nur bzg. der Futterkosten Recht. Der Dackel ist als Jagdhund ein ausgesprochen ausdauernder Laufhund. So schnell macht er nicht schlapp und um gesund zu bleiben, braucht er viel Bewegung. Lahmes gassigehen von Baumscheibe zu Baumscheibe wird ihn unglücklich machen und sie auch, denn irgendwie wird sich seine Energie entladen müssen, darin ist er sehr erfinderisch. Menschen, welche sich aus gesundheitlichen Gründen bzw. Zeitgründen nicht viel draussen bewegen können, sind mit einem Dackel schlecht beraten. Jemand, der eine Arbeit hat, die ihm ermöglicht, den kleinen immer dabei zu haben und der auch grosse Spaziergänge mit ihm dreht, würde gut mit einem kleinen Teckel auskommen, vorausgesetzt dieser gehorcht und benimmt sich (da helfen die Begleithundeschulungen vom DTK).

Wofür soll es ein Teckel sein?
Wenn Sie einen Jagdgehilfen suchen, wissen Sie schon genau weshalb der Teckel für Sie ideal ist. Sie müssen sich nur, um einen Hund aus einer Jagdgebrauchszucht bemühen. Haben Sie keine Jagdambitionen, können Sie sich an Züchter wenden, die bewusst Familiendackel züchten (wobei der Dackel immer ein Jagdhund bleibt, der Trieb gehört zur Rasse). Diese sind bemüht, Hunde zu verpaaren, die einen weniger grossen Jagdtrieb besitzen und legen viel Wert auf ein freundliches Wesen. Zu denen zähle ich mich, mir geht es darum, Familienhunde grosszuziehen und sie bereits in der sehr frühen Welpenentwicklung positiv zu prägen. Für den Hundesport wie Agility ist der Teckel übrigens weniger geeignet. Er ist zwar gelehrig und agil, es gibt auch Agility in Dackelgrösse, jedoch ist diese Sportart nicht gut für den langen Rücken und den Bewegungsapparat, da muss der Mensch schon genau wissen, was er tut. Das viele springen, herumwinden usw. belastet die Gelenke zu sehr. Für eine Begleithundeausbildung eignet sich der Teckel sehr gut, diese werde innerhalb der DTK-Verbände (Deutscher Teckel Klub) angeboten. Apportieren (Bälle, Frisbees…) tut der kleine für sein Leben gern.

Soll eine Hundeschule mit dem neuen Familienmitglied besucht werden?
In jedem Fall, denn sonst macht der Dackel mit Ihnen, wonach ihm gerade ist. Es werden Menschen und Hunde geschult und das Zusammenleben wird dadurch viel angenehmer. Am meisten Spass macht die Hundeschule innerhalb einer Teckelgruppe, da finden sich gleichgesinnte und oft können auch Kontakte geknüpft werden, so dass Sie dann zukünftig z.B. zu mehreren im Wald spazieren gehen. Die örtlichen DTK-Gruppen bieten regelmässig solche Schulungen an.

Womit soll der Teckel gefüttert werden?
Auf dem Markt gibt es viele Fertigfutter, allerdings kann davon leider g ein rosser Teil direkt in die Tonne geworfen werden. Im Kapitel Futter erläutere ich dies eingehender, jedoch kann man kurz gefasst sagen: Trockenfutter ist in Ordnung, solange es nicht mit reichlich Chemie versehen ist und vom Inhalt her eher Hühnerfutter ist, das gleiche gilt für Dosenfutter. Das eine bekannte Marke für ihr Futter gross wirbt, ist eher ein schlechtes Zeichen, das Geld wird in Werbung gesteckt anstatt in die Qualität. Stinken die Trockenfutterstücke bzw. Dosenware oder riechen stark? Weg damit, da sind Lockstoffe drin. Der Teckel ist eine langlebige Rasse, er sollte hochwertig ernährt werden, damit er auch gesund bleibt und nicht dick wird. Unter dem Begriff BARF (im englischen BARK) versteht man artgerechte Fütterung, es geht kurz umschrieben  darum, möglichst nah an der Zusammensetzung der Wolfsmahlzeit zu sein. Damit der Hund dabei auch wirklich alle nötigen Nährstoffe bekommt, setzt es einige wenige Kenntnisse voraus, wenn es um frische Zubereitung gehen soll. Es gibt allerdings auch Fertigfutter nach diesem Prinzip, tiefgekühlt oder trocken, es ist nicht teuer, einen Dackel gesund zu ernähren (er wird es lieben!).

Wo soll der Hund schlafen?
Wenn es darum geht, ihn das entscheiden zu lassen, findet er Ihr Bett ganz toll. Lassen Sie ihn in Ihrem Zimmer schlafen, sollten Sie wissen, das manche Dackel gerne Nachts ein wenig herumlaufen, mit den Ohren schlackern und... Ihnen die feucht-kalte Nase mitten ins Gesicht stecken. Der Schlafplatz hängt vor allem davon ab, wie der Hund lebt. Ist er tagsüber viel draussen, sollte er eine sehr gut geschützte, isolierte Hütte im freien bekommen, drinnen wird es ihm sonst im Winter schnell zu warm und er würde nicht genug Fell bilden, um tagsüber wohlgeschützt draussen zu sein.  Die Hütte sollte sehr nah am Haus sein, so dass Sie sofort zur Stelle sind, wenn irgendetwas ist. Der Zwinger am Ende vom Grundstück ist für Teckel absolut nicht geeignet. Dabei gehe ich von mindestens zwei Teckeln aus. Ist er alleiniger Hund, da kommt eine einsame Übernachtung im freien nicht in Frage, diese kleinen Wesen brauchen Familienanschluss menschlicher bzw. hündischer Art. Ein kühleres Plätzen in einer geschützten Ecke (im Wohnzimmer, in der Küche...), mit einem komfortablen Körbchen und einem Napf Wasser, würde sich gut anbieten.

Wie lange wird der Teckel tagsüber alleine sein? Werden sie mit einem Hund auskommen?
Teckel brauchen Anschluss und einen jungen Teckel länger alleine zu lassen ist keine gute Idee, denn er sucht sich schnell eine Beschäftigung und zerpflückt z.B. das Sofa, weil er ziemlich sauer auf Sie ist (und es Spass macht). Ein erwachsener Hund kann schon mal bis zu 3-4 Stunden alleine bleiben, mehr nicht. Falls Sie viel weg sind, sollten Sie sich überlegen, ob der Hund da nicht zu kurz kommt. Der Teckel braucht Zuwendung, er will spielen, schmusen, sich austoben, bewegen und was erleben. Bekommt er das nicht, könnte er unausgeglichen bzw. unglücklich werden und das deutlich zeigen. Falls Sie dem Zwerg nicht ungeteilte Aufmerksamkeit schenken können, benötigen Sie mindestens einen zweiten Hund, damit die beiden eine kleine Meute bilden. Das Verhalten Ihnen gegenüber ändert sich dann allerdings, der Hund wird weniger auf Sie fixiert sein. Als Zweithund wäre ein Teckel oder ein Hund ähnlichen Gewichts ideal. Es sollte kein grösserer Hund sein, damit schlimme Unfälle (gebrochenes Rückgrat beim spielen) von vornherein vermieden werden.

Wie soll der Hund gehalten werden?
Der Teckel ist kompakt, braucht jedoch die Natur und viel Auslauf. Ideal ist ein Haus mit gesichertem Garten. Gesichert bedeutet fest umzäunt, wobei der Zaun tief eingegraben wird (mind. 20 cm), mit einem Tor versehen, dass geschlossen bleibt, keinen leicht zugänglichen Gefahrenquellen wie Teich, Schwimmbad, Autos. Denken Sie dabei an ein hochaktives 2-3 jähriges Kind und addieren Sie die erstaunliche Buddelfähigkeit hinzu. In der Wohnung ist der Kleine nur zu halten, wenn zweimal täglich auch bei Wind und Wetter 1-1 1/2 Stunden mit ihm in der Natur herumspaziert wird. Auf einem Hof besteht die Gefahr für den Teckel vor allem aus den Fahrzeugen und der Möglichkeit zu entwischen. Ein Zwinger im Sinne eines mehr oder minder grossen Käfigs mit Hütte drin kommt nicht in Frage, das ist nicht dackelgerecht (wenn überhaupt hundegerecht). Sehen Sie sich mal unsere Anlage an, wenn ihre Menschen nicht da sind, haben dort die Hunde (nie ein Hund alleine) 70 Quadratmeter Spielfläche.

Welche Tierarztkosten können evtl. entstehen?
Bei entsprechender körperlichen Betätigung, guter Pflege und gesunder Ernährung kann ein Teckel sehr lange gesund leben. Da entstehen nur entsprechend geringe Kosten für die Impfungen, die Zahnreinigung, die regelmässigen Wurmkuren. Als Beispiel dient hier Lottchen, die mit ihren 11 Jahren topfit ist und nie krank war. Am besten ist, wenn Sie monatlich einen kleinen Betrag auf die Seite legen, damit Sie darauf zurückgreifen können, wenn Wauzi mal mehr Hilfe vom Tierarzt braucht. Viele Krankheiten sind hausgemacht durch falsche Haltung (Hund zu dick, falsch ernährt, zu wenig bewegt, steigt permanent Treppen, ist Rauchern ausgesetzt, bei Weibchen werden Scheinschwangerschaften übersehen und nicht behandelt... und die Zähne werden nie geputzt) und können vermieden werden. 

Leben noch andere Tiere im Haushalt?
Es gibt zwar Bilder von Teckeln, die einträglich mit Kaninchen leben, doch das würde ich selbst nicht ausprobieren wollen. Mit Katzen gibt es keine Schwierigkeiten, wenn beide gleichzeitig aufwachsen, oder eine liebe Katze das Dackelbaby in ihr Herz schliesst. Doch Vorsicht, rennt die gleiche Katze auf einmal draussen rum, ist sie meist nur noch Freiwild für den Hund, genauso wie die anderen Miezen. Mit Hunden vertragen sich Teckel allgemein gut. Ein Tierarzt riet mir nur ab, grosse Hunde mit Teckel zu halten, in der Praxis sieht er zu viele kleine mit schlimmen Verletzungen, weil der grosse Hund den Kraftunterschied beim spielen nicht berücksichtigt. Demnach sollten nur sehr ruhige gelassene grosse Hunde mit Dackeln zusammengebracht werden.

Leben Kinder im Haushalt? Werden sie verantwortungsvoll mit dem Hund umgehen können?
Ob das funktioniert, hängt von dem Kind ab. Bereits ziemlich überdrehte, zappelige Kinder sind zu wild für den Teckel. Da wird sich gegenseitig hochgeschaukelt und früher oder später gibt es Schwierigkeiten. Ruhigere Kinder, die fähig sind, Verantwortung zu lernen, profitieren sehr von dem kleinen Freund. Dem werden dann auch Geheimnisse verraten und es wird sich ganz viel um ihn gekümmert. Dackel lieben es, mit Kindern zu spielen, es liegt an Ihnen, dem Kind zu zeigen, was es darf und was für den Hund nicht gut ist. Einiges (wie Ohren ziehen) wird der Teckel dem Kind selbst deutlich verbieten, wenn Sie es selbst nicht tun. Er erzieht auch mal gerne mit...

Was passiert mit dem Hund, wenn Sie in Urlaub fahren?
Eine wichtige Frage, denn nicht alle Hotels akzeptieren den Hund (es gibt allerdings viele Pensionen usw., die gerne Teckel und Mensch willkommen heissen). Zum Glück gehören Teckelbesitzer zu den verantwortungsvolleren Menschen und ausgesetzte Teckel sind sehr selten. Sie sollten sich in jedem Fall in Ihrem Familien- und Freundeskreis umhören, ob da eine Person ist, die Ihr Vertrauen geniesst und den kleinen für kurze Zeit nehmen würde. Es gibt auch Hundehotels, die jedoch entsprechend teuer sind. Wir nehmen gerne Gastdackel auch für längere Zeit auf, solange die Hunde sich vertragen (da sie mit unserem Rudel im Haus leben). Menschen, die eine Tagesstelle für ihren Dackel suchen, können sich auch an uns wenden.

Was ist, wenn Sie sich mal nicht mehr um den Hund kümmern können?
Manchmal ist es nicht zu vermeiden, aufgrund einer Trennung, Krankheit, dem Alter können Sie leider den kleinen Freund nicht behalten. Das beste ist, sich vertrauensvoll an den Züchter zu wenden, er nimmt “seinen” Teckel gerne zurück und sucht ihm ein gutes neues Zuhause. Damit haben auch Sie die Sicherheit, dass es dem kurzen weiterhin gut gehen wird. Auch Teckelsenioren finden so neuen Anschluss, denn sie eignen sich besser für ältere Menschen, die mit Junghunden überfordert wären. Wir können verstehen, dass dies manchmal nicht zu umgehen ist und möchten Sie bitten, in einem solchen Fall zu uns zu kommen. Wir stellen keine unangenehme Fragen und statt Vorwürfe, bekommen Sie Komplimente, da Sie sehr verantwortungsvoll handeln. Vertrauen Sie uns.