Die Pflege des Dackels

Pflege ist wichtig und macht Spass!

Der Rauhhaardackel braucht ein wenig mehr Pflege als sein kurzhaariger Cousin, jedoch hält es sich in Grenzen. Der grosse Vorteil bei dem Rauhhaar ist, dass ein regelmässig fachgerecht getrimmter Rauhhaardackel nur wenig Haare verliert (verglichen mit einem Kurzhaar, der laut unserer Erfahrung ständig haart).

Bad oder Dusche?

Pflege

Der Teckel wird eigentlich nicht gewaschen, ein Spaziergang unter Regen sorgt für die regelmässige Fellspülung. Dies kennt jedoch eine Ausnahme: „es sei denn, er hat sich selbst durch Rollen in irgendeiner Leiche parfümiert und Sie ertragen ihn nicht mal auf einer Distanz von mehreren Metern“. Sorgen sie dafür, dass Sie für eine solche Duftaktion ein passendes Hundeshampoo parat haben, Ihr eigenes ist für ihn nicht geeignet. Profi-Shampoos für Rauhhaar bekommen Sie am besten auf grossen Hundeausstellungen, sie sind deutlich besser als die üblichen Produkte. Waschen erfolgt mit lauwarmen Wasser, sehr gut ausspülen, den Kopf möglichst nicht abduschen, dass mag Dackelchen ganz und gar nicht, anschliessend den Hund im sauberen Handtuch einwickeln und frottieren. Im Winter am besten die Transportkiste neben die Heizung stellen, Hund rein und trocknen lassen, auf die Idee ihn frei im Haus herumlaufen zu lassen, kommen Sie nur einmal. Im Sommer kann er auch rumlaufen, doch Vorsicht, er „rollt“ sich gern trocken und sucht sich dafür meist etwas duftendes als Unterlage aus und das ist selten eine Kleewiese. Sie können den kleinen auch trockenfönen, das macht aber nicht jeder Dackel mit.

Das dreckig vom Feld kommende Kerlchen kann auch einfach in ein grosses trockenes Badetuch eingewickelt und sauber frottiert werden, das klappt wunderbar, nur das Tuch ist gut für die Wäsche. Ist der Dreck zu reichlich vorhanden, kann er mit warmen Wasser kurz abgeduscht werden.

Die Beisserchen

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Eine weiche Kinderzahnbürste (mit dickem Griff, der lässt sich besser fassen) hält von Anfang an die Zähnchen sauber, die Fingerlinge sind nicht effektiv. Drei bis viermal in der Woche mit Hundezahnpasta - sehr gut ist die Enzymzahnpasta von Virbac (nie eine für Menschen nehmen) putzen reicht meistens. Bei manchen Hunden, werden die Beisserchen schneller dreckig, entsprechend öfter putzen. Die Kinderzahnbürste vom Discounter ist weitaus billiger als die im Tierhandel angebotenen “Spezialbürsten”. Anfangs könnten ein Paar leichte Blutungen auftreten, das gibt sich jedoch. Putzen Sie senkrecht von rot nach weiss in einer runden Bewegung Zahn um Zahn, wie beim Menschen, ohne viel Druck. Die Dackel sind zwar nicht unbedingt davon begeistert, lassen es sich jedoch gefallen und wenn die Zahnpasta schmeckt, wollen sie auch mehr. Denken Sie daran: auch hier macht Uebung den Meister. Die Hunde gewöhnen sich daran und Sie lernen mit der Zeit, mit einem gut plazierten Finger, die Schnauze offen zu halten. 


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Unser Trick: wir setzen uns auf den Boden oder ein längeres Möbel (gepolsterte Bank) und legen den Dackel auf die Seite, mit dem Kopf auf dem Schoss. So lässt sich mit der einen Hand die Lefze aus dem Weg räumen, mit der anderen Hand wird dann geputzt. Wenn die eine Seite fertig ist, wird der Hund umgedreht… 

Angenehmer Nebeneffekt: regelmässig geputzte Zähne benötigen deutlich weniger Zahnsteinentfernung durch den Tierarzt und es entsteht kein unangenehmer Maulgeruch. Schon ein kleiner Belag stinkt fürchterlich. Saubere Zähne sind ganz wichtig. Wie beim Menschen fördert Zahnstein Zahnfleischentzündungen und die Bakterien können dadurch das Immunsystem angreifen, dann können sie für Entzündungsherde im Körper schuld sein und sind sehr oft der Grund für Herzklappenfehler und Nierenausfälle.

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Oben links sehen Sie die Zähne einer 12 Jahre alten Zwergin, sie sind nicht nur dreckig, durch eine Erkrankung am Zahnfleisch haben sie sich auch verschoben. Wir haben sie fachgerecht gereinigt (wie es der Tierarzt auch tun würde, allerdings ohne Narkose) und hierneben sehen Sie das Ergebnis. Solche Reinigungen sind möglich, wenn der Dackel nicht zu wehrhaft ist, wir hatten bisher nur einen Kandidaten, der so verstört war (durch fehlerhaftes Verhalten eines Trimmers), dass es nicht ging. Es lässt sich mit Zeit und Freundlichkeit viel machen. Mancher Dackel benötigt Training, um sich so anfassen zu lassen, wir erklären wie. Wir führen diese Reinigungen regelmässig durch, bei Interesse können Sie sich bei uns melden. Fallen uns bei der Erstkontrolle allerdings Entzündungen oder andere Probleme auf, werden wir Sie auf einen Tierarzt verweisen. Ideal ist es, wenn der Hund bei dem regelmässigen trimmen und wenn es nötig ist, die Zähne gemacht bekommt, sobald ein leichter Rand an den Fangzähnen zu sehen ist, so kann es nie in einem katastrophalem Gebiss ausufern. Unsere 12jährige Dame hat alle Zähne, gesundes Zahnfleisch und bis auf die normale Abnutzung keine Zahnprobleme, was jeden Richter im Ring und Tierarzt sehr überrascht.

Die Ohren

Die Ohrenreinigung ist bei Schlappohrträgern sehr wichtig und wenn der Hund sich die Ohren kratzt, sind diese wahrscheinlich dreckig und jucken genau aus diesem Grund. Wie es mit der Sauberkeit der Lauscher aussieht, können Sie sogar blind prüfen: mit ein wenig Training können Sie den Ohrenstatus leicht erschnüffeln. Der Ohrenschmalz riecht ziemlich streng, schnell haben Sie heraus, wann es wieder Zeit ist, einen grossen Lauschangriff zu starten. Das ist von Hund zu Hund und je nach Saison sehr unterschiedlich, kann von 2-3 Mal die Woche bis zu einmal monatlich reichen. Es darf nur das Ohrenäussere gereinigt werden, Finger weg vom Gehörgang. Am besten, Sie massieren den Schmalz mit vorsichtigen Bewegungen aus dem Gehörgang heraus (der lässt sich unter dem Ohr gut greifen), anschliessend halten Sie ihn vorsichtshalber zu und wischen mit ein, um Ihren Finger gewickeltes Tuch, alle Winkel und Ecken des Ohres ab. Die Hunde lassen sich das sehr gerne gefallen, sie merken schnell, dass dadurch das Jucken verschwindet. Bei einem stark beharrtem Hund wie Gismo, der Neandertaler-Dackel, werden mit den Fingern die langen Haare im Ohr herausgezupft, das geht ganz leicht. Das hat ihn nur das erste Mal genervt, mittlerweile ist es ihm völlig schnuppe, na ja, mehr oder weniger… Normale Ohren sind innen hell-rosa, geht der Ton ins dunkle bis dunkelrot, ist eine Entzündung vorhanden und diese treten bei manchen Hunden öfter auf (andere haben nie was). Bei einer leicht roten Farbe und solange sich der Hund nicht kratzt, können Sie mit folgendem Rezept versuchen, die Sache zu beenden: 10 Tropfen Teebaumöl mit 30 ml eines gutes Hautöls vermischen, einige Tropfen in das Ohr geben und massieren. Ueberschuss abwischen bevor er die Ohren schüttelt, sonst gibt es fiese Flecken… Eine Woche lang täglich wiederholen. Tut sich nichts, oder sind die Ohren immer sehr dreckig, weisen dunkle krümelige Beläge auf und riechen stark, wobei sich der Hund oft kratzt, könnten sie nicht nur entzündet sondern sogar Milben enthalten, gehen Sie lieber zum Tierarzt und lassen Sie dies kontrollieren.

Die Augen

Die Augenwinkel werden nach Bedarf mit einem wasserfeuchtem, sauberem Tuch (ohne Cremes und keine Babytücher!)  gereinigt. Bei manchen Hunden muss das täglich erfolgen. Falls sich ein grauer haarloser Rand am Augenrand bildet, gehen Sie zum Tierarzt. Es könnte ein Pilz sein, der im Sommer durch Fliegen übertragen wird. Falls Sie zu Hause Schwarzlicht haben, können Sie das auch gerne selbst prüfen, die Pilzsporen leuchten leicht in vollkommener Dunkelheit, wenn Schwarzlicht auf sie trifft. Sowas lässt sich hervorragend im Keller testen.

Die Pfoten und Krallen

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Die Pfoten sind regelmässig auf Fremdkörper zwischen den Ballen zu kontrollieren. Damit das klappt, wird bereits beim Welpen fleissig “Pfotenkontrolle” trainiert: sanft mit den Fingern zwischen den Ballen und Zehen streichen. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Hunde, die mit Krallenschneiden schlechte Erfahrungen gemacht haben, grosse Angst haben und sich entsprechend wehren. Solche, die nie verletzt wurden und von Anfang an sanft behandelt wurden, liegen ganz ruhig da und geniessen es regelrecht. Es ist besser, wenn Sie sich mit der Prozedur anfreunden und entsprechend in ruhiger gelassener Atmosphäre zu werke gehen. Beim Tierarzt muss es schnell gehen, der Hund ist gestresst, hat grosse Angst, zappelt und nicht selten geht da ein Schnitt zu tief und der Hund ist verletzt, hat Schmerzen. Besser ist, Sie kümmern sich alle zwei Wochen darum, es ist eigentlich nur schwer (jedenfalls anfangs), wenn der Hund bereits traumatisiert ist, doch auch das lässt sich mit Geduld wieder hinbiegen. Lassen Sie es nicht so weit kommen, dass der Hund lange Krallen hat, die ihm verbieten, seine Zehen korrekt auf den Boden zu stellen, das kann zu Verformungen der Pfoten führen (Foto oben links: diese Kralle sind fast doppelt so lang, wie sie sein sollten, sie drücken bereits die Gelenke hoch. Foto rechts: beim gleichem Hund ist die innere Kralle fast zum geschlossenem Kreis gewachsen. Nicht zu denken, was passiert, wenn der Hund damit hängen bleibt).

Sie brauchen:
- eine sehr gute Krallenzange (keine Guillotine) für mittlere Hundekrallen. Nagelzangen für Menschen sind ungeeignet. Sparen Sie nicht an der falschen Stelle, billig kaufen bedeutet hier soviel wie “landet direkt im Müll”. Die meisten Krallenzangen haben eine Art “Begrenzer”, der sicherstellen soll, dass Sie nicht zu tief schneiden. Da Sie regelmässig schneiden werden und zwar nach Augenmass, ist das Teil nur lästig: direkt abmontieren oder zur Seite schieben hilft. Testen Sie die Zange im Geschäft, es gibt welche, bei denen der Sicherheitsverschluss immer bei jedem Schnitt das Gerät verschliesst. Keinesfalls kaufen. Gut ist die Zange von Oster (gibt über den bekannten A…zon im Netz, wenn der örtliche Laden sie oder etwas adäquates führt).
- gute Augen, bzw. eine Brille, viel Licht
- innere Ruhe, damit der Hund gelassen bleibt
- eine für den Hund komfortable Unterlage, z.B. liegend auf dem Sofa neben Ihrem Bein oder auf einer dicken Decke, einem Kissen auf einem Tisch.

Am besten legen Sie das Tierchen auf den Rücken. Dann nehmen Sie sich nacheinander die Pfoten vor, schön langsam und ruhig. Zwischendurch beruhigen und kraulen. Hinten ist einfacher als vorne, da kommt die Nase nicht so schnell angeschossen. Schneiden Sie immer gerade (sprich im 90 Grad Winkel zum unteren Krallenteil) und nicht quer. Der Hund wird sich die Kralle wieder spitz laufen. Die Schwierigkeit besteht darin, dass Hunde ein Blutgefäss und einen Nerv in den Krallen haben und diese sind nun mal beim Teckel nicht sichtbar (bei Hunden mit weissen Krallen schon). Ihr Ziel ist es, die Krallen genug zu kürzen, ohne das lebendige darin zu verletzen. Das erreichen Sie, indem Sie Scheibchenweise vorgehen. Zuerst die Spitze entfernen, ein halber Millimeter der die Richtung vorgibt. Anschliessend arbeiten Sie sich Scheibchen für Scheibchen vor. Das geht allerdings nur mit einer guten Zange. Beobachten Sie genau die Schnittstelle. Am unterem Teil wird ein weisser Punkt erscheinen, die ängstlichen unter den Pfotenpflegern können hier aufhören zu schneiden, da gehen Sie ganz sicher. Sie können allerdings noch ein klein wenig weiter gehen. Achten Sie auf den mittleren Teil der Kralle. Da erscheint ein etwas dunklerer Punkt, dass ist das Ende vom lebendigen Teil der Kralle. Sobald der sichtbar wird, sofort aufhören und zur nächsten Kralle wechseln. Auch wenn der Hund eine überraschte oder schmerzähnliche Reaktion zeigt, sofort unterbrechen, bevor es richtig weh tut. Es gibt übrigens elektrische Krallenfeilen, aber ich möchte nicht wissen, wie der Dackel schon auf das Geräusch reagiert…



Ich empfehle auch das lesen dieser sehr gut bebilderten Seite: http://www.lumpi4.de/lange-geschichte-krankenpflege-beim-hund/

Sind die Ballen rissig und rauh, werden sie allabendlich mit einer speziellen Ballenpflege eingeschmiert. Das ist gerade im Winter sehr wichtig. Der Hund liebt diese Art von Massage und Sie bekommen es vielfach zurück, denn dadurch überleben auch Ihre Pullover und Strümpfe deutlich länger. Ausserdem ist es eine tolle extra-Schmuseeinheit.

Das Haarkleid - Tägliche Pflege

Chiara, Teckel von den Argoatjägern

Tägliche Pflege auch gegen Ungeziefer

Bürsten ggf. kämmen kommt nach einer kurzen Eingewöhnungszeit gut an (anfangs wird wahrscheinlich erst einmal die Bürste gebissen). Der Aufwand hängt letztendlich vor allem von der Haarpracht ab. Knappe Behaarung wie bei Chiara (links) wird gebürstet, dies dient jedoch nur dem Wohlbefinden der Hundedame, denn abwischen mit einem feuchten Lappen reicht und sauber ist der Teflon-Hund. Knappes Rauhhaar hat demnach deutliche Vorteile. Trotz allem ist sie ein richtiger Rauhhaar, der auch regelmässig getrimmt wird. Von Natur aus längere Haare benötigen regelmässiges kämmen, vor allem unter den Vorderbeinen, sonst bilden sich Knoten und kleine Verfilzungen. Die Dackel geniessen diesen Moment in vollen Zügen und der Mensch auch, wobei auch noch herumwanderndes Ungeziefer beim kämen mit einem feinem Flohkamm, der auch Staub wirkungsvoll entfernt, erwischt wird (siehe dazu auch das Kapitel « Ungeziefer loswerden » im Dackel-Wiki). Wenn der Dackel mit längeren Haaranlagen sehr regelmässig professionnel getrimmt ist, reduziert sich der Aufwand deutlich. 

Regelmässiges Trimmen ist Pflicht, egal wie lang die Haaranlagen sind

Lesen Sie hierzu auch den kompletten Artikel zum Thema trimmen.

Ihr Dackel kratzt sich unter dem Couchtisch am Rücken, juckt sich rücklings liegend auf dem Teppich und schrappt an den Polstermöbeln entlang? Tatsächlich sieht das für viele Unwissende niedlich aus, ist aber ein Zeichen, dass es ihn juckt und er den Grund dafür loswerden will: die abgestorbenen Haare.

Rauhhaarteckel sollten regelmässig getrimmt werden. Sinn und Zweck der Prozedur ist, dem Hund die abgestorbenen Haare heraus zu zupfen, diese bleiben an winzig kleinen Wiederhaken hängen und sollten alle 10 bis 12 Wochen entfernt werden und das nicht nur im Sommer, sondern das ganze Jahr. Ignoriert sein Mensch dieses Bedürfnis, juckt dem Dackel das Fell und das stecken gebliebene Haar verhindert, dass die schützende Unterwolle nachwächst. Mit der Zeit verliert das Fell sichtbar an Qualität, weil die nachwachsenden Haare nicht an den steckengebliebenen vorbeikommen. Die neuen Haare werden immer dünner, es bilden sich sogenannte « Nothaare » mit feiner Struktur, die entweder hellgrau bei saufarbenen oder cremefarben bei roten Dackeln sind. Damit das Haar kräftig bleibt, den Hund schützt und er jugendlich und fit aussieht, müssen Sie ihn demnach einem Trimmer überlassen. 

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Rauhhaarteckel dürfen NIE geschoren werden, die Farbe und Qualität der Haare leiden sehr darunter, einmal geschoren lässt sich noch retten, mehrmals und das Haar ist ruiniert, es wird weich und seidig, Sie haben keinen Rauhhaardackel mehr, sondern einen Hund, der aussieht wie ein komischer Yorkshire. Auf dem Bild links sehen Sie unseren leider verstorbenen Freund Ben, er wurde aufgrund von Unkenntnis seiner Halterin und eines Hundefrisörs geschoren, mit diesem Ergebnis. Sein Haar war extrem fein und weich, sowie grau. Eigentlich sollte er genau die Farbe und Textur haben, wie der andere Zwergrüde auf den Bildern unten.


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Der Dackel sollte von jemandem getrimmt werden, der das perfekt beherrscht, es ist weniger einfach, als es aussieht und Sie möchten ja nicht mit einem Dackel spazieren gehen, der wie ein Schachbrett gescheckert ist, oder Löcher im Fell aufweist (dies ist schon einigen passiert, verursacht durch Selbstversuche oder unkompetente Hundefrisöre). Achtung: Finger weg von Geräten vom Typ « Furminator », diese sind überhaupt nicht für Rauhhaar geeignet, sie schneiden das Haar und ruinieren es auf Dauer (wie ich es schon feststellen konnte). Es steht genau in der Gebrauchsanleitung geschrieben, dass der Furminator nicht auf Rauhaar angewandt werden soll, doch sichtlich liesst das kaum jemand. Gehen Sie nicht zu irgendeinem Hundefrisör, trimmen können die wenigsten. Vergewissern Sie sich, dass die Person weiss, was trimmen bedeutet und ihr Handwerk perfekt beherrscht, es kam schon der eine oder andere Teckel geschoren wieder heraus, weil für etliche schlecht ausgebildete Hundefrisöre « trimmen » gleich « scheren » ist. Ideal ist es, wenn der Züchter trimmt, ansonsten fragen Sie am besten in Ihrem Dackelklub nach, dort weiss man immer, wer in dieser Hinsicht gut ist. 

Damit das Haar immer seine Qualität behält, ist das Timing zwischen zwei Trimmterminen wichtig. Dies ist von Hund zu Hund unterschiedlich und kann zwischen 8 und 12 Wochen variieren. Hierüber links zeigt Bullet, wie er mit seiner Haarpracht aussieht, wenn es wieder soweit ist, dass er getrimmt werden muss.

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Hierneben der gleiche Bullet einige Zeit später, er hat das trimmen so richtig genossen (viele Hunde, die von Anfang an korrekt freundlich behandelt werden, schlafen dabei auf dem Tisch ein). Bullet wird nicht ausgestellt, da darf das Haar am Kopf länger bleiben, so möchte es sein Frauchen auch.

Meine Welpen gebe ich mit 3 Monate ab, das Welpenhaar trimme ich vorher vorsichtig ab, so entwickelt sich das neue Haar sehr gut. 

Zwischen den Trimmdurchgängen sollten die Hunde täglich mit einem feinen Flohkamm gekämmt werden. Die kleinen lieben diesen Moment und geniessen auch, wenn Sie dabei gründlich nach Zecken und anderem Ungeziefer suchen. Angenehmer Nebenffekt: es bleiben kaum Haare auf dem Boden liegen.

Bei Rüden sollten Sie am Pinselchen die langen Haare abschneiden, damit es nach dem urinieren nicht zu nass bleibt und auch weil sie sonst die langen Haare beim Gassigang in die Hinterlassenschaften der anderen tunken. Bei manchen Damen muss das auch öfter gemacht werden. Am After sollten auch aus Hygienegründen zu lange Haare sauber gekürzt werden, ausserdem können Sie ein- bis zweimal pro Woche mit einem warmem, nassem Lappen oder Wattebausch das Hundehinterteil reinigen, er wird es Ihnen danken. Bitte keine Babytücher oder ähnliches benutzen, die darauf enthaltenen Cremes sind nicht für Hunde geeignet.


Material
Bürste aus Naturborsten (Tipp: gibt es günstig für Menschen in Drogerien)
Flohkamm mit Metallzähnen (super gegen Staub)
Ballenpflege : ca. 7 euro
Hundeshampoo auf Naturbasis (falls er sich selbst “parfümiert” hat)
Küchentücher oder Watte
Alte T-Shirts, zerschnitten, für die Ohrenpflege

Heisses Höschen für die Dame

Teckel von den Argoatjägern

Die Hündin wird ca. 2 Mal im Jahr für die Dauer von 3 Wochen heiss. Dabei verliert eine Teckeldame Blut, dass für herrliche Flecken sorgen kann. Bei manchen Hündinnen ist die Menge so gering, dass es kaum auffällt, bei anderen hingegen ist es deutlich mehr. Damit sie die Flüssigkeiten nicht überall im Haus verteilt (besonders erquickend, wenn sich die Hundedame kurz mal schüttelt, da hilft nur flüchten und Lappen holen), sollte man sie direkt an ein speziell dafür konzipiertes Höschen gewöhnen (gibt es im Tierhandel, besser die Hündin zur Anprobe mitzunehmen). Sparen Sie sich die speziell für das Höschen angebotenen Einlagen, die sind nur elende Fummelei, letztendlich unpraktisch und unhygienisch, weil genauso viel daneben geht wie rein. Viel besser für alle Beteiligten: stinknormale klebende Slipeinlagen für Damen aus dem Supermarkt. Nehmen Sie ruhig die billigsten, die sind dicker, genau das wollen wir auch. Mit einer Schere können Sie die teilen, eine Hälfte reicht völlig. Den Teil, in den normalerweise die Einlagen reingefrimelt werden, benutzen Sie zum aufkleben der Einlage. Regelmässig wechseln. Achtung: manche Hündinnen versuchen die Einlagen zu fressen, alleine sollte man sie damit nie lassen. Besser ist es in jedem Fall, der Dame zu gestatten, ohne Höschen ihre heisse Phase zu leben, die Flecken auf dem Boden lassen sich sehr gut mit KALTEM Wasser wegwischen und meistens leckt die Hündin sie sowieso weg.

Tip: Vergleichen Sie die Höschen vor dem Kauf, wichtig ist, dass es schön weich ist. Die Unterschiede sind gross und ein bretthartes Teil wird die Kleine nicht anlassen, also lieber mehr ausgeben und auf Weichheit und Luftdurchlässigkeit achten. Am besten paarweise kaufen, dann können Sie immer ein frisches haben, während das andere gewaschen wird.