Die Zusammensetzung Ihres Hundefutters

Lassen Sie sich nicht für dumm verkaufen, lernen Sie, die Etiketten zu lesen

Die Hersteller von Hundefutter sind gezwungen, die Zusammensetzung des Produktes auf die Verpackung zu drucken und zwar vom höchsten Anteil (die erste Zutat der Liste), bis zum am geringsten enthaltenen Bestandteil (am Ende der Liste). Denken Sie daran, die Mengen aufzuaddieren, denn die Hersteller nutzen aus, dass sie alles Zutaten separat aufführen sollen: wenn oben Hühnerfleischmehl steht, gefolgt von Mais, Reis, Dinkel, Weizen... besteht das Futter hauptsächlich aus Getreide. Oft finden Sie auch Mais in zig unterschiedlichen Variationen.

Wer sich mal damit beschäftigt hat, wundert es kaum, dass in Zoos und im Zirkus die edlen Raubkatzen und Wölfe nicht mit Fertigfutter abgespeist werden, wieso denn nur, wenn es ja laut Werbebotschaften so gut sein soll. Im Internet sind die Zusammensetzungen längst nicht immer auf der Internetseite des Herstellers zu finden, schliesslich ist die Aufschlüsselung nur selten appetitlich. Versuchen Sie mal, ein Werk zu besichtigen, dass Hundefutter der grossen bekannten Marken herstellt… Dass haben schon einige vergeblich versucht, als ob es dort vieles gäbe, was die Menschen nicht sehen sollen. Damit Sie in der Lage sind, nach bestem Wissen zu entscheiden, und sich nicht mehr für dumm verkaufen lassen, indem Sie auf die Milliarden, die in Werbung gesteckt werden, mit gutem Glauben reinfallen, finden Sie hierunter die Liste der möglichen Inhaltsstoffen in Trockenfutter. 

Quellen:
Aerztliche Lexika, Wikipedia, Informationsmaterial für die Schweinemast, Studien zum Tierfutter, Europäische Gesetze. Ich habe nicht nur Quellen in deutscher Sprache durchgesucht, sondern habe 3 Jahre lang auch im Französisch und Englisch sprechendem Ausland recherchiert. Ausserdem habe ich zur Sicherheit bei brisanten Inhalten die Informationen mehrfach gekreuzt. Copyright: N. Ramis - Teckel von den Argoatjägern

A
Aminosäuren

Das Körpereiweiß ist aus 20 verschiedenen Aminosäuren zusammengesetzt, acht davon kann der Organismus nicht selbst aufbauen. Daher müssen diese Aminosäuren mit der Nahrung aufgenommen werden, da sie in verschiedenen Funktionen für Stoffwechselvorgänge lebensnotwendig (= essentiell) sind. Der Gehalt an essentiellen Aminosäuren bestimmt den Wert des Proteins im Lebensmittel. Problematisch: Aminosäuren werden durch Erhitzung verändert und damit weniger gut verwertet, daher sind extrudierte Brocken (bei hohem Druck und Hitze hergestellt) bereits bezüglich dieser Aminosäuren im Nachteil. 

Antioxidantien/Konservierungsstoffe

Antioxidantien sind Mittel die Fette konservieren, damit diese nicht ranzig werden. Sie sind erforderlich, damit das Futter haltbar wird.

Antioxidantien und Konservierungsstoffe müssen laut EWG-Gesetzen separat deklariert werden und dies machen sich die Hersteller zunutze. Sie können durchaus gross auf der Packung “ohne Konservierungsstoffe” drucken, wobei ganz klein in einer Ecke "Antioxidantien: EWG-Zusatzstoffe" steht.

Antioxidantien gibt es  in natürlicher Form (Vitamine C, E), ohne schädliche Nebenwirkungen, oder als chemische Zusatzstoffe, welche laut diversen Studien alles andere als gesund sind und nichts im Hundefutter zu suchen haben (siehe hierzu die Ausführungen auf der Seite “Ernährung”). Diese schädlichen Antioxidantien werden oft unter dem Begriff "EWG-Zusatzstoffe" umschrieben. Sie heissen BHA, BHT, Ethoxyquin und Propylgallat.

Liste der Antioxidantien nach E-Nummern:

E201 - Natriumsorbat : hemmt Hefen und Schimmel. Mögliche erbgutverändernde (mutagene) Wirkung. Bedenklich.
E202 - Kaliumsorbat : Kaliumsalz der Sorbinsäure und wie diese ein Konservierungsstoff, der natürlich in Vogelbeeren vorkommt. Als Zusatzstoff wird es chemisch hergestellt, gilt als unbedenklich und wird auch in Lebensmitteln und Cremes zugesetzt.
E203 - Kalziumsorbat : wird auch in Lebensmitteln eingesetzt. Gesundheitlich unbedenklich.
E300 - Vitamin C : ist Ascorbinsäure. Natürlicher Konservierungsstoff. Unbedenklich. 
E301 - Natrium-L-Ascorbat : das Natriumsalz der Ascorbinsäure. Unbedenklich.
E302 - Calcium-L-Ascorbat : Calciumsalz der Ascorbinsäure. Unbedenklich.
E304 - Ascorbinsäureester : Ascorbinsäureester sind im Gegensatz zu Ascorbinsäure und den Ascorbaten nicht wasser- sondern fettlöslich. Ihre Vitaminwirkung ist gering. Sogar für Säuglingsnahrung zugelassen. Unbedenklich.
E316 - Natriumisoascorbat : gilt als unbedenklich.
E306 - Tocopherol : chemische Bezeichnung für Vitamin E. Tocopherol ist fettlöslich und hitzestabil, aber Lichtempfindlich. Es schützt Fette, Vitamine und einige natürliche Farbstoffe vor dem Verderb durch Sauerstoff. Unbedenklich.
E307 - Alpha-Tocopherol : Unbedenklich.
E308 - Gamma-Tocopherol : Unbedenklich.
E309 - Delta-Tocopherol : Unbedenklich.
E310 - Propylgallat : Esterverbindung der Gallussäure. Propylgallat kann (bei entsprechender Dosierung) zur lebensbedrohlichen Zyanose führen. Fälle von lebensbedrohlicher Blausucht wurden bei Säuglingen festgestellt. Ausserdem zeigten Tierversuche, dass Gallate die Infektabwehr beinträchtigen. Bedenklich!
E320 - Butylhydroxyanisol (BHA) : Butylhydroxianisol wird in chemischer Synthese hergestellt. BHA wird zur Zeit intensiv untersucht. Es werden sowohl krebsfördernde als auch krebshemmende Wirkungen diskutiert. Außerdem kann BHA bei empfindlichen Menschen Pseudoallergien auslösen. Von einem häufigen Verzehr ist abzuraten. Bedenklich!
E321 - Butylhydroxytoluol (BHT) : wird in chemischer Synthese hergestellt. BHT wird zur Zeit intensiv untersucht. Es werden sowohl krebsfördernde als auch krebshemmende Wirkungen diskutiert. Außerdem kann BHT bei empfindlichen Menschen Pseudoallergien auslösen. Von einem häufigen Verzehr ist abzuraten. Bedenklich!
 E324 - Ethoxyquin : wird auch als Pestizid eingesetzt und wurde für Fischsterben verantwortlich gemacht. In Europa in Menschennahrung nicht zugelassen. Wird allerdings im Hundefutter eingesetzt und es gibt Polemiken über dadurch entstandene Leberschäden.  Bedenklich!


Ascorbinsäure

Sie kennen die Ascorbinsäure unter dem Namen  Vitamin C. Wenn es hauptsächlich zur Konservierung einsetzt wird, ist es als Ascorbinsäure deklariert. Soll damit der Vitamingehalt beinflusst werden, muss es als Vitamin C deklariert werden. Schädlich nur in ganz hohen regelmässigen Dosierungen (führte in Versuchen zu Nieren und Blasensteinen).

Ascorbyl Palmitat

Synthetische, fettlösliche Form des Vitamin C. Unbedenklich.

B
Bäckereierzeugnisse

Brot, Nudeln usw. Es kann sich hier um Zuckerverstecke handeln.

Bierhefe

Auch als Bäckerhefe bekannt. Enthält eine Fülle an Mineralien und Vitaminen.

Biotin

Auch als Vitamin B7 oder Vitamin H bezeichnet. Biotinmängel  haben weitaus gravierendere Konsequenzen als nur den Qualitätsverlust der Haare.

Blut & Blutmehl

Natürlicher Mineralienlieferant, enthält auch Natrium (Salz).

C
Cellulose & Lignocellulose

Cellulose ist Hauptbestandteil von pflanzlichen Zellwänden, unverdauliche Ballaststoffe z.B. Getreidehülsen und -spelzen, Stroh. Daraus wird u.a. Papier oder Watte hergestellt. In Hundefutter findet es wohl als Füllstoff Anwendung. Es kann nicht verdaut werden.

Lignocellulose bildet die Zellwand verholzter Pflanzen und dient ihnen als Strukturgerüst, einfach ausgedrückt, es ist Holz. Was hat soetwas in dem Hundefutter zu suchen? Die Antwort ist in der Schweinemast zu finden, dort wird es eingesetzt, weil es die Fähigkeit hat in sehr kurzer Zeit enorme Mengen Wasser zu binden. Dadurch wird der Bauch gefüllt und Durchfälle verhindert.

Cerealien

Ein anderes Wort für Getreide. Wo Getreideprodukte hergestellt werden (Müsli u.ä.) fallen entsprechende Abfälle an, diese werden hier “recycelt”. Dazu gehören Weizen, Hafer, Mais usw. Als Hühnerfutter durchaus geeignet.

Chelierte Mineralien/Chelat(e)

Mineralien kann der Hund nicht synthetisieren, er muss sie mit der Nahrung aufnehmen. Als Beutejäger, nimmt er die nötigen hohen Mengen normalerweise mit dem Blut der Beutetiere auf (Blut ist reich an Mineralien). Es werden grundsätzlich zwei Typen von Mineralien unterschieden:

Mengenelemente sind Elektrolyte, welche in ziemlich hoher Konzentration vorhanden sind. Es handelt sich um: Chlor, Kalium, Kalzium, Magnesium, Natrium, Phosphor und Schwefel.

Spurenelemente werden in Kleinstmengen benötigt, haben jedoch hohe Bedeutung und steuern Körperfunktionen, wie z.B. die Reifung von Eizellen. Zu den lebensnotwendigen gehören Chrom, Eisen, Fluor, Jod, Kobalt, Kupfer, Mangan, Molybdän, Nickel, Selen und Zink.

Mineralien können nur gut von dem Körper verwertet werden, wenn sie an ein anderen Stoff gebunden sind, die diese sozusagen in den Organismus einschleust. Dafür eignen sich  hervorragend Proteine. Die Verbindung von Mineralien mit Proteinen werden Chelate genannt. Chelate sind weit besser in der Lage, die Mineralien verwertbar zu machen als die Mineralien es in derer ursprunglichen Elementar genannten Form sind. Daher sollten Sie darauf achten, dass das Futter diese in chelierter Form enthält.


Chlorid(e)

Chlorid ist an fast allen Stoffwechselvorgängen des Körpers beteiligt, es ist ein äusserst wichtiges Elektrolyt.

Cholin

Cholin ist kein essentieller Nährstoff, denn bei adäquater Versorgung mit Aminosäuren, insbesondere Serin und Methionin, kann Cholin in ausreichender Menge im Körper synthetisiert werden. Cholin ist eine der wichtigsten “lipotropen” Substanzen. Es sorgt für die Verarbeitung, das Verflüssigen und den Transport von Fettmolekülen. Ohne Cholin kommt es in der Leber zu gefährlichen Anhäufungen von Fett, der Fettleber, weil Fettmoleküle weder verarbeitet noch abtransportiert werden können.

Chondroitin

ist ein wichtiger Gelenknährstoff, der u.a. bei Arthrosetherapien eingesetzt wird. Chondroitin ist ebenfalls ein wichtiger Knorpelbestandteil. Seine bioaktive Form, das Chondroitinsulfat, bindet große Mengen Wasser im Bindegewebe und gibt ihm dadurch seine Elastizität und seine stoßdämpfenden Eigenschaften. Es verleiht dem Gelenkknorpel seine Struktur und ist mit verantwortlich für seine hohe Wasserbindungskapazität und seine Durchlässigkeit für Nährstoffe. Das Knorpelgewebe ist nämlich nicht von Gefäßen durchzogen und erhält seine Nährstoffe daher nicht über den Blutkreislauf, sondern wird über die Synovialflüssigkeit versorgt.

D
Dehydriert

Der Fachausdruck für “getrocknet”, d.h. der Wasseranteil wurde entzogen.

Digest

Diese Ausdruck findet man auf Futterimporten aus den USA. Es handelt sich dabei um chemisch vorverdautes tierisches Gewebe.

E
EG-/EWG-/EU-Zusatzstoffe

Die diskrete Umschreibung für die chemischen Konservierungsstoffe/Antioxidantien, die der Nahrung beigefügt werden und als bedenklich eingestuft werden können. Dr Alfred Plechner (Amerikanischer Tierarzt und Tierernährungsspezialist) fand bei einer Studie heraus, dass diese Mittel bei Hunden krebsfördernd sind. Ausserdem sorgen sie für Leberschäden, begünstigen Fötenmissbildung und Lungentumore. Versuche ergaben auch allergische Reaktionen und Gehirnschäden. Die Hersteller verstecken oft den Vermerk in Kleinstschrift auf der Verpackung.

Ei/Vollei

Frisches Ei ohne Schale. Ei gibt es auch getrocknet als Ei/Volleipulver.

Eierzeugnisse

Es handelt sich hierbei um die Eierschalen, diese sind reich an Kalzium und werden auf dem Land den Hühner wieder in zerbröseltern Form ins Futter gegeben.

Eiweiß

Proteine oder Eiweiße (seltener: Eiweißstoffe) sind aus Aminosäuren aufgebaute Makromoleküle. Proteine gehören zu den Grundbausteinen aller Zellen. Sie verleihen der Zelle nicht nur Struktur, sondern sind die molekularen „Maschinen“, die Stoffe transportieren, Ionen pumpen, chemische Reaktionen katalysieren und Signalstoffe erkennen.

Elektrolyte

Die wichtigsten Ionen biologischer Elektrolyte sind Natrium, Kalium, Calcium, Magnesium, Chlorid, Phosphat und Hydrogencarbonat. Sie sind im flüssigen Teil der Zellen enthalten, und für deren Funktion unentbehrlich.

F
Fisch

Fisch ist für Hunde sehr gesund, es gibt keine Hundenahrung, die nur auf Fischfleisch basiert, jedoch sind welche erhältlich mit hohen Fischanteilen.

Fischmehl

Fischmehl wir durch die Trocknung mit anschliessender Vermahlung von Abfällen der Fischwirtschaft und der unverkaufbaren Fischen hergestellt. Es wird auch als Mastfutter in der Viehwirtschaft und Fischzucht eingesetzt. Vielleicht erinnern Sie sich an die Eier mit “Fischgeruch bzw. -Geschmack”, die in Deutschland vor ein Paar Jahrzehnten berüchtigt waren. Die Hühner wurden mit Fischmehl gefüttert.

Fischnebenerzeugnisse

Abfälle aus der Fischindustrie, z.B. was übrig bleibt, wenn Fisch filletiert als Tiefkühlware verkauft wird und es nicht als Fischsuppe/Fischfond verarbeitet werden kann. Dazu gehören Fischinnereien, Flossen, Köpfe, Gräten usw.

Fleisch

Hier handelt es sich um reines Muskelfleisch, ohne Nebenerzeugnisse.

Fleischmehl

Fleischmehl wird oft als minderwertig betrachtet, muss es jedoch nicht zwangsläufig sein, denn wenn es aus reinem Muskelfleisch besteht, handelt es sich um qualitativ hochwertige Ware. Die Schwierigkeit liegt in den unterschiedlichen Definitionen je nach Land. In Deutschland handelt es sich um getrocknetes und gemahlenes Fleisch auch mit Knochen unbekannter Herkunft, besser ist der Tiername vorab: z.B. Hühnerfleischmehl.

Folsäure

Folsäure ist auch als Vitamin B9 bekannt. Es ist ein Vitamin, welches eine Rolle bei der Entwicklung von Hirn- und Nervengewebe spielt. Bei Menschen wird es vorsorglich bei zukünftigen Müttern eingesetzt, bei Hündinnen stellte sich heraus, dass bei einer Gabe von Folsäure deutlich weniger Gaumenspalten bei denen dafür anfälligen Rassen (meistens die Brachycephalen, sprich mit grossen Kopf) auftreten.

Fructo-Oligosaccaride (auch Oligofructose genannt)

Oligofructose wird als sogenanntes Präbiotikum zugesetzt. Präbiotika sind nicht verdaubare Lebensmittelbestandteile, die ihren Wirt günstig beeinflussen, indem sie das Wachstum und/oder die Aktivität einer oder mehrerer Bakterienarten im Dickdarm gezielt anregen und somit die Gesundheit des Wirts verbessern.

So weit so gut... aber: der Stoff hat 30-50% der Süsskraft von Zucker. Der Hersteller darf “ohne Zucker” auf der Packung deklarieren und trotzdem schmeckt es süss, so dass der Hund es auch fressen möchte. Diese Stoffe sind bei korrekter Fütterung nicht nötig. 

G

Getreidemehl

Es sollte jedem Hundehalter klar sein, dass Getreide nicht auf dem natürlichen Futterplan der Caniden steht. Dementsprechend ist das Verdauungssystem der Hunde nicht darauf eingestellt. Es klingt heutzutage schon wie Hohn, dass die Futterhersteller, die Unmengen von Getreide im Trockenfutter unterbringen, anschliessend bei Glutenunverträglich-keiten (Gluten ist ein Bestandteil von Weizen u.ä. der für Verdauungsstörungen bei Mensch - Zöliakie/Sprue - und Hund sorgen kann) glutenfreies Futter verkaufen.

Zu Getreidemehl werden die Pflanzen als Ganzes, das heisst mit Stiehl, Aussenhaut, Stumpf usw. gemahlen, inklusive der Pestizide und anderen netten Mitteln, die während des Pflanzenwachstums gespritzt wurden. Der Maiskolben wird z.B. nicht geschält.

Besser als Getreide ist in jedem Fall Kartoffeln (immer gut durchgekocht). Bei Hunden, welche zu harten Kot aufweisen oder Schwierigkeiten mit dem Absetzen von Kot haben, kann gepoppter Reis (gibt es in getrockneter Form oft gemischt mit Gemüseschnippseln) der Nahrung zugefügt werden (ca. 10 Minuten in heissem Wasser ziehen lassen). Sie werden feststellen, dass alles hinten wieder rauskommt, jedoch wird der Kot dadurch weicher, volumiger und ist einfacher abzusetzen.


Glucosamin

Glucosamin ist der Grundbaustoff für alle Knorpel, Sehnen, Bänder und Knochenstrukturen im Körper. Die Substanz spielt eine wichtige Rolle bei der Reparatur und dem Wiederaufbau geschädigter Knorpel in den Gelenken und der Wirbelsäule. Je mehr Glucosamin dem Körper zur Verfügung steht, desto mehr Knorpelmasse kann produziert werden. Normalerweise stellt der Körper genügend Glucosamin her, um die Gelenke funktionsfähig zu halten und kleine Schäden zu reparieren. Mit zunehmendem Alter nimmt die körpereigene Glucosamin-Produktion allerdings ab: Das Gelenk „trocknet“ buchstäblich aus, die Knorpelmasse wird schlecht ernährt sowie ungleichmäßig aufgebaut und kleine Verletzungen heilen nicht mehr von selbst. Durch die tägliche Ernährung lässt sich dieses Manko leider nicht ausgleichen, da Glucosamin nur in Schalentieren in ausreichender Menge vorhanden ist, daher muss es bewusst zugeführt werden.

Gluten (Kleber, Klebereiweiß)

Gluten ist ein Sammelbegriff für ein Gemisch aus Proteinen, das in den Samen von
Getreidearten vorkommt. Bei Wasserzugabe zum Mehl ist es das Gluten, das im Teig eine gummiartige, elastische Masse bildet. Es hat für die Backeigenschaften von Mehl eine zentrale Bedeutung, daher wird es dem Trockenfutter beigemischt.

Bestandteile des Glutens können bei Menschen mit entsprechender Veranlagung zu
Zöliakie führen, einer entzündlichen Erkrankung der Darmschleimhaut mit weitreichenden gesundheitlichen Folgen. Auch Hunde können Glutenintolerant werden, dies macht sich unter anderem dadurch bemerkbar, dass die betroffenen sich stark an den Pfoten lecken.

Grieben

Überbleibsel beim Auslassen von Speck, Abfallprodukt aus der Talgproduktion z.B. vom Schwein oder der Gans.

H
Hämoglobin

Hämoglobin (Hb) ist ein wichtiger Bestandteil der roten Blutkörperchen. Es verleiht dem Blut seine rote Farbe. Das Blut ist ein wichtiger und gesunder Eiweiss- und Eisenlieferant.

Hefen

Hefen kennen Sie aus der Küche (Bierhefe, Backhefe). Es handelt sich um einzellige Pilze. Hefen sind reich an B-Vitaminen und Protein.

Hydrolisat

Gelatine / kollagenes Eiweiß tierischer Herkunft, z.B. aus Knochen oder Sehnen gewonnen.

I
Inositol/Inosit

Galt früher als Vitamin der B-Gruppe, heute ist das nicht mehr der Fall. Inositol gehört zu den weit verbreiteten Zuckerarten, es wird in Muskeln gefunden und ist dort für deren Wachstum erforderlich (Muskelnahrung).

Inulin

Inulin besteht aus bis zu 90 Zuckerbausteinen, es  wird in der Regel aus Chicorée gewonnen und ist der Ausgangsstoff zur Herstellung von Oligofruktose. Inulin und Oligofruktose sind Ballaststoffe, die Magen und Dünndarm unverändert passieren. Erst im Dickdarm werden sie von den dort ansässigen Mikroorganismen abgebaut. Die Abbauprodukte fördern die erwünschten Milchsäurebakterien und schaffen ein für unerwünschte oder krankheitserregende Mikroorganismen ungünstiges Milieu. Praebiotika wie Inulin und Oligofruktose sollen Darminfektionen vorbeugen und das Immunsystem fördern.

K
Karamell

Zucker, in gekochter Form.

Karbonat

Eine mineralische Verbindung, die Kohlenstoff und Sauerstoff enthält.

Kleber

Siehe Gluten.

Kleie

Rückstände aus der Getreideverarbeitung nach Absieben des Mehles (Samenschale, Fruchtschale, Aleuronschicht und Keimling). Neben Vitaminen und Mineralstoffen sind in den Randschichten des Getreides auch unerwünschte Inhaltsstoffe wie Abwehrstoffe gegen Fraßfeinde (etwa Phytin) und Verunreinigungen (etwa Pestizide, Schwermetalle und Schimmelpilzgifte) konzentriert. Phytin bindet im Darm Mineralstoffe und Vitamine und verhindert dadurch die Verwertung dieser Stoffe für die Ernährung.

Knochenmehl

Gemahlene Knochen, meist aus Tierkörperbeseitigungsanlagen. Das Aufkommen von BSE hat zu Verboten von Knochenmehl als Futtermittel geführt. Auch hohe Temperaturen vermögen die Erreger der BSE-Krankheit nicht zu vernichten. Trotzdem findet Knochenmehl auch heute noch als Nahrungsergänzungsmittel zum Calciumaufbau in der Tierhaltung Verwendung.

Kobalt

Ein Spurenelement.

Kohlenhydrate

Kohlenhydrate sind neben Fett und Eiweiß ein wesentlicher Bestandteil der menschlichen Nahrung.

Wichtige Grundnahrungsmittel, die einen hohen Anteil an Kohlenhydraten aufweisen, sind die verschiedenen Getreidesorten (Reis, Weizen, Mais, Hirse, Roggen, Hafer), die zu stärkehaltigen Getreideprodukten (z.B. Brot, Nudeln, Kuchen…) verarbeitet bzw. als Viehfutter genutzt werden (vor allem Gerste, Hafer, Mais). Auch die Kartoffel, sowie Erbsen, Bohnen und Linsen weisen einen hohen Kohlenhydratanteil auf.

Kohlenhydrate sind komplexe Zuckerstoffe.

Konservierungsstoffe 

Konservierungsstoffe (oder -mittel) verhindern die Ausbreitung vom Mikroorganismen (Bakterien, Hefen oder auch Schimmelpilze) im Futter, da diese es verderben würden. Es gibt unbedenkliche natürliche Konservierungsmittel , aber auch umstrittene (siehe Antioxidantien).

Künstliche Aromastoffe

In der Natur nicht vorkommende Aromen. Sie werden eingesetzt, um das Futter für den Hund attraktiver zu machen, da er es sonst nicht essen würde.

L
L-Methionin / L-Lysin

Siehe Methionin

Lactobacillus

Laut der Dissertation vom 2004 von Martina Pascher (Vet. Med. Univ. Wien, pp. 119 - Effekte eines probiotischen Laktobazillus-Stammes (Lactobacillus acidophilus) auf verdauungsphysiologische Parametar von Hunden.) , konnten die Ergebnisse einer Studie an 6 Hunden zeigen, dass eine Supplementierung von Lactobacillus acidophilus in einer Dosis von 10^9 KbE/Tag Effekte auf Verdauungsparameter und das Immunsystem bewirken.

Der Stamm Lactobacillus acidophilus (DSM 13241) reduzierte das Auftreten unerwünschter Fäzeskonsistenzen bei den Hunden und kann nach den vorliegenden Untersuchungen eine Stabilisierung der Verdauungsvorgänge bewirken. Es konnten sowohl geringgradige Effekte auf das systemische als auch auf das lokale Immunsystem gezeigt werden.

Lecithin (E322)

Lecithin ist fettähnlicher Stoff mit hohem Anteil an Omega-6-Fettsäuren und dient als Emulgator, der das Vermischen von Wasser und Ölen erlaubt. Er wird aus dem Rohstoff Sojabohnenöl meist synthetisch gewonnen. Lecithin ist unein-geschränkt und auch für Bio-Produkte zugelassen und findet sich u.a.  in vielen Lebensmittel wie Backwaren, Margarine und Schokoladenprodukten.

Lignocellulose (siehe Cellulose)

Wird auch gerne mal als "natürliche Pflanzenfasern" deklariert.

Lysin

Lysin gehört zur Gruppe der basischen und zugleich proteinogenen α-Aminosäuren.

M
Maintenance

Aufrechterhaltung; Synonym für bedarfsgerechte Versorgung im Erhaltungsstoffwechsel, also ohne außergewöhnliche Belastungen.

Mais

Es handelt sich um frische Maiskörner/-kolben, wobei durchaus auch ganze Kolben inklusive Aussenblätter gemeint sein können.

Bei Maismehl sind getrocknete, pulverisierte Maiskörner/-kolben gemeint.
Maiskleber ist ein anderes Wort für Maisgluten.

Melasse

Ein Nebenprodukt der Zuckerherstellung, Melasse besteht zur Hälfte aus Saccharose (Zucker). Die Süsse soll zum fressen animieren, hat jedoch im Hundefutter nichts zu suchen.
Melassiert: mit Melasse überzogen.

Menadion

Vitamin K3 - auch Menadion genannt - ist in seiner Anwendung wegen des Nutzen-Risko-Verhältnisses in der Humanmedizin nicht vertretbar laut Bundesanzeiger Nummer 59 von 1989. In der Lebensmittelindustrie ist Vitamin K3 nicht zugelassen und m.E. im Hundefutter bedenklich. 

Bis März 1999 war Menadion als Zusatzstoff in der Futtermittelproduktion das einzig erlaubte K-Vitamin gewesen. Ab da wurde Vitamin K1 zugelassen (wenn es auch bereits vorher legal war). 

Vitamin K1 hat nicht die vielfachen Schadwirkungen von Menadion,  zudem ist Vitamin K1 für zahlreiche Stoffwechselreaktionen im Tierkörper von Bedeutung.


Methionin

Methionin (auch Met oder M) ist in seiner natürlichen L-Form eine essentielle proteinogene, schwefelhaltige Aminosäure. Methionin kommt in den Proteinen aller Lebewesen vor. Da der Organismus diese Aminosäure nicht selbst herstellen kann, ist er auf die Zufuhr mit der Nahrung angewiesen.


Molkereierzeugnisse

Käse, Milchpulver, Molke etc., können als Zuckerversteck dienen. Hunde benötigen keine Milchprodukte.


MSM /Methylsulfonylmethan

Mineral (Schwefelverbindung) mit angeblicher gesundheitsfördernder Wirkung.

N
Natriumchlorid

Es handelt sich um Kochsalz. Der Hund benötigt es in kleine Mengen und es wirkt konservierend.

Natriumsulfat, -bisulfat, -nitrit

Konservierungsmittel mit schädlichen Nebenwirkungen.

Natürliche Aromastoffe

Isoliert aus einem natürlichen Aromaträger oder biotechnologisch hergestellte Stoffe, die den Hund zum fressen animieren sollen, da er widernatürliches Futter sonst ignorieren würde. Hydrolysate vom Huhn werden dafür gerne eingesetzt.

Naturidentische Aromastoffe

Den natürlichen Aromen sind diese chemisch gleich, jedoch durch chemische Synthese hergestellt.

N-freie Extraktstoffe, stickstofffreie Extraktstoffe

Kohlenhydrate.

Nikotinsäure/Niacin/Nicotinamid

Hört sich gefährlich an, ist jedoch nur Vitamin B3.

O

Öle und Fette

Hunde benötigen gute Öle und Fette in ihrer Nahrung, z.B. hochwertige Omega-3 und 6 Öle. Allerdings werden solche hochwertigen Öle bzw. Fette vom Hersteller komplett deklariert (z.B. kaltgepresstes Olivenöl, Hühnerfett...).

Lesen Sie auf dem Etikett einen schwammigen Ausdruck, der offen lässt, worum es sich handelt, ist die Zutat nicht die beste, da kann es sich durchaus um altes Frittenfett handeln.

P
Pantothensäure

Ist Vitamin B5.

Perlgraupen

geschälte und geschliffene Gerste.

Pflanzliche Eiweißextrakte

Pflanzliches Eiweiss wird vom Hund nicht so gut verwertet wie tierisches Eiweiss, auf welches sein Verdauungstrakt abgestimmt ist. Planzliches Eiweiss befindet sich vor allem in der Sojabohne und in Hülsenfrüchten. Was im Futter genutzt wird, ist vor allem Soja, und schon aus Kostengründen nur selten hochwertig (dann allerdings ausdrücklich als Gentechnik-frei ausgewiesen, da die Hersteller keine Möglichkeit vergessen, sich ins positive Licht zu rücken). Meist handelt es sich um Rückstände aus der Herstellung pflanzlicher Öle. 

Pflanzliche Nebenerzeugnisse

Es handelt sich um Rückstände und Abfälle aus der Lebensmittelerzeugung, z.B. Reisstärke, Grannen, Erdnussschalen, die Reste von Maiskolben, wenn die gelben Maiskörner entfernt wurden (Blätter, Strunk…) usw… In sehr hochwertigem Futter finden Sie diese nicht.

Potassium/Potasche

Ist Kalium.

Premiumfutter

Packungsaufschrift, die garantiert, dass die angegebenen Nährstoffe immer aus der gleichen Zutat stammen, der Hersteller also beispielsweise als Kohlenhydratquelle immer Weizen verwendet und nicht das am Weltmarkt gerade billigste Getreide. Der Aufdruck bedeutet allerdings nicht, dass es sich um ein qualitativ hochwertiges Futter handelt.

-proteinat

siehe cheliert.

Pyridoxin

Nichts anderes als Vitamin B6.

R
Reis

Weißer, geschälter und polierter Reis.

Brauner Reis

Es handelt sich um unpolierten Reis, der vom Keim befreit wurde.

Braureis/Bierreis

Abfallprodukt der Bierherstellung, laut AAFCO (also nur gültig für amerikanische Futtersorten) auch kleinere oder gebrochene Reiskörner.

Riboflavon

Vitamin B2.

Rübenfasern

Siehe Trockenschnitzel.

Rübenschnitzel/Rübenmark

Zuckerrübenmark, Nebenprodukt aus der Zuckerherstellung, soll zum fressen animieren.
Siehe Trockenschnitzel.

S
Saccharose

Haushalts-/Rohrzucker, hat nichts in der Hundenahrung zu suchen. Siehe Zucker.

Salz

Wird meist als Natriumchlorid (siehe oben) bezeichnet.

Schälkleie

Ein Abfallprodukt aus der Mehlproduktion: es handelt sich um die Außenhülle des Getreidekorns, ist wertlos, hoch belastet, nicht mit Kleie zu verwechseln.

Schrot

Es handelt sich um ganze gemahlene Getreidekörner.

Sodium/Soda

Entspricht Natrium.

Soja

Für Hunde ist Soja im Vergleich zu Fleisch ein minderwertiger Eiweißlieferant, vom Aminosäurenprofil her jedoch besser verwertbar als Getreide.

Stärke

Stärke ist ein Kohlenhydrat, ein Einfachzucker.

Sulfate/-sulfat

Es sind chemische Verbindungen mit Schwefelsäure (Salze), sie erhöhen die Verdaulichkeit des gebundenen Stoffes. 

Supplement

Ein englisches Wort, welches Zusatz bedeutet.

T
Talg

Es handelt sich um eingeschmolzenes tierisches Fettgewebe.

Thiamin 

Ist Vitamin B1.

Tierische Nebenerzeugnisse

Es handelt sich um die Schlachtabfälle, welche nach der Verarbeitung von Tierkörpern (oder Teilen von Tierkörpern) warmblütiger Landtiere (Rinder, Schafe, Pferde, Geflügel, Ziegen…) übrig sind und sich nicht für den menschlichen Verzehr eignen. 

Nach der Schlachtung eines Tieres, werden die entstehenden Teile in "Fleisch", also alles, was sich für den menschlichem Verzehr eignet, und "tierische Nebenerzeugnisse" unterteilt, dies ist gesetzlich geregelt.

Die Nebenerzeugnisse werden nochmals in drei Kategorien unterteilt, wobei Material der dritten Kategorie in Tierfutter verarbeitet werden darf. Dazu gehören u.a. Häute, Hufe, Blut, Federn, Mägen, Därme (inklusive Inhalt), Lunge, Grieben, Sehnen, Knochen und Tiermehl, wobei Letzteres als Versteck für schlimmeres dienen kann (siehe hierunter).

Werden die im Futter enthaltene Nebenerzeugnisse nicht zu 100% offen deklariert (d.h. es wird nicht klar gesagt, worum es sich handelt, denn die Nebenerzeugnisse müssen ja nicht schlecht sein, Pansen ist zum Beispiel sehr gesund für den Hund), sollte das Hundefutter als minderwertig eingestuft werden, denn wo es nichts zu verstecken gibt, benötigt man auch keine verschwommenen Bezeichnungen, die keine Auskunft über die Zusammensetzung geben. Sehr kritisch sind Hormon-enthaltenden Drüsen, die durchaus unter diesem Deckmantel im Futter landen und welche Auswirkungen auf den Hund haben.

Tierische Öle und Fette

Fette sind in der Hundeernährung unentbehrlicher Energieträger. Benötigt werden sowohl gesättigter Fettsäuren (Depotfette), d.h. Fette tierischen Ursprungs, sowie ungesättigte Fettsäuren (stellen Nährstoffe bereit, welche lebensnotwendig für den Zellstoffwechsel sind). 

Im Hundefutter setzt sich der Fettgehalt aus den bereits in den Ausgangsprodukten (Fleisch/Fisch) befindlichen und den zugesetzten Fetten (z.B. Pflanzenöle, tierische Fette) zusammen. Der Brennwert von Fetten ist mindestens doppelt so hoch wie der von Proteinen und Kohlenhydraten, daher sollte die Menge an Fetten deutlich geringer als der der anderen Energieträger ausfallen.

Bei der Verwendung von Ölen ist besonders auf Omega-3-Fettsäuren Wert zu legen, da Omega-6-Fettsäuren bereits natürlich in Fleisch vorkommen.

Omega-6-Fettsäuren ("Linolsäure") sind u.a. wichtig für die Hautgesundheit, die Ausscheidung giftiger Stoffe und den Muskelaufbau. Allerdings begünstigen sie auch Entzündungen, Tumorentstehung und -wachstum sowie Herzerkrankungen, Omega-3-Fettsäuren ("Linolensäure") wirken dem entgegen.

Besonders hochwertige tierische Fette sind Lamm- und Geflügelfett.

Bei nicht deklarierten Fetten ("Fette tierischen Ursprungs") sollte man skeptisch sein, denn dahinter kann sich vieles verstecken, z.B. Talg, Schmalz, gebrauchtes Fritierfett… In jedem Fall werden so keine hochwertigen Fette deklariert. Machen Sie sich keine Illusionen, gerade die Ihnen aus der Werbung bekannten Hersteller greifen zu solchen minderwertigen Zutaten, irgendwie muss ja gespart werden, das Geld geht ja für Fernsehspots und Plakate drauf.

In der Schweiz wurden Futterfette untersucht, 50% davon waren mit Mineralölen verseucht! Dazu kommt noch, dass die meisten Tierkörperbeseitigungsanlagen in Belgien, Holland und Deutschland haben eine angeschlossene Fettherstellungsabteilung, ein Schelm, wer böses dabei denkt, ich habe auf den offiziellen Internetseiten deutscher Anlagen allerdings nur Informationen darüber gefunden, dass tatsächlich Fette hergestellt werden (sowie Tiermehl), diese jedoch nur zur Verfeuerung eingesetzt werden.  (Quelle: DPA/ANT Meldung in der Hamburger Morgenpost)

Tiermehl

Tiermehle sind Abfälle tierischen Ursprungs der Kategorie 3 (K3). 

K3-Material bezeichnet vor allem Abfälle und Nebenprodukte aus Schlachtbetrieben, Küchen- und Speiseabfälle (soweit nicht aus grenzüberschreitendem Verkehr), für den menschlichen Verzehr nicht mehr geeignete Lebensmittel tierischen Ursprungs (z.B.  aufgrund von Verpackungsmängeln oder überlagertes Fleisch), Rohmilch, frischer Fisch oder frische Fischabfälle (ausgenommen Meeressäugetiere). 

Daneben beinhalten Tiermehle auch Tierteile, welche zum menschlichen Verzehr geeignet sind, jedoch im betreffenden Land nicht gerne konsumiert werden (z.B.  Kutteln, Zunge, Innereien). K3 Material darf ausschließlich zu Tierfutter weiter verarbeitet werden und wurde in Deutschland wiederholt Ausgangspunkt für Lebensmittelskandale rund um das sogenannte Ekelfleisch.

Sieht man sich näher an, was als K3-Material verarbeitet werden darf, findet sich wenig appetitliches:

  • die Tiere jedweder Art stammen oft aus Tierkörperbeseitigungsanlagen und werden mit Haut und Haar zu Mehl verarbeitet (auch inklusive Flohhalsbändern, Medikamenten usw.) . Seit 2009 legt ein EWG-Gesetz fest, dass Zoo- und Zirkustiere sowie Haustiere nicht so verwertet werden dürfen (anders ausgedrückt: vorher…).
  • Mitarbeiter haben berichtet, dass bei der Verwertung von abgelaufenen verpackten Fleischwaren, durchaus mal die Verpackungen nicht entfernt wurden.
  • Geflügelnebenerzeugnisse, wie Schalen, Brüterei-Nebenprodukte und Knickeier-Nebenprodukte.
  • Fleisch von Tieren unter erheblicher Stressbelastung (schmeckt nicht)
  • Haare, Pelze, Hörner, Häute, Hufe, Schweineborsten, Blut und Federn von Tieren, die nach einer Schlachttieruntersuchung in einem Schlachthof geschlachtet wurden.
  • Entfettete Knochen und Grieben.

Interessant für Hersteller von Futter ist, dass für die Abholung und Verwertung der Abfälle gezahlt wird, d.h. sie verdienen doppelt: das Rohmaterial "Abfall" bringt Geld ein, der Verkauf im Futter nochmals.

Bei der Herstellung wird das Material in 20-50 Gramm Stücke zerkleinert, dann für 20 Minuten bei 133 °C und  einem hohen Druck von 3 bar (zur Erinnerung, Autoreifen haben meist einen Druck von 2 bar) sterilisiert (keimfrei gemacht). Der daraus entstehende Fleischbrei, wird entfettet und unterschiedlich weiterverarbeitet und  in Trocknern kontinuierlich getrocknet, anschließend wird das Produkt vermahlen.

Tocopherole

Ist Vitamin E als natürliches Konservierungsmittel eingesetzt, wird es als Tocopherol deklariert.

Trockenschnitzel/Rübenschnitzel/Rübenmus/Rübenfasern

Getrocknete Rübenschnitzel sind Nebenprodukte der Zuckerrübenverarbeitung.

Zuckerrübenschnitzel sind vor allem als Futtermittel für Rinder, Schweine, Schafe und Pferde genutzt. Nicht-Wiederkäuer (also Tiere mit nur einem Magen, wie der Hund) können das Futtermittel energetisch nur mangelhaft verwerten. Daher entstehen bei einer Verfütterung hohe 
Methanausscheidungen, anders gesagt: ist die im Futter enthaltene Menge gross, produziert der Hund viele Gase.

Je nach verbliebenem Zuckeranteil nach Trocknung unterscheidet man unmelassierte Trockenschnitzel (Zuckergehalt ca. 7%) und Press- oder Melasseschnitzel (Zuckeranteil ca. 20%) und hier befindet sich auch schon das Problem: es ist Zucker enthalten, der als Lockstoff dient.

Haben diese Rübenreste dann einen Sinn? Ja, denn sie unterstützen die Darmfunktion indem sie Wasser aufnehmen und den Transit fördern. Daher finden Sie diese meist auch in gutem Hundefutter, allerdings dann als "Rübenfasern" (sind zuckerfrei) oder "entzuckerte Rübenschnitzel".

V
Volleipulver

Ei (Eiweiß und Eigelb), dem die Flüssigkeit entzogen wurde und das im getrockneten Zustand eingesetzt wird.


Vollkorngetreide

Getreide inklusive der Randschichten und dem Keim.

W
Weißer Reis

Reis, wie Sie ihn meist kennen, ohne Keimling und Außenschicht. 

Z

Zucker

Zucker hat nichts in Hundenahrung zu suchen, er ist schlecht für die Zähne und lässt die Analdrüsen verstopfen. Er wird als Lockstoff eingesetzt, weil der Hund sonst das minderwertige Futter links liegen lassen würde.